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Sonntag, 30. Dezember 2012

Gehts auch mal ohne Frau Mama?

Nachdem ich ja nun länger keine Zeit mehr zum Schreiben hatte, wollte ich eigentlich mal was Positives schreiben. Männe war etwas krank und hat sich hier im Haus wieder sehr zurückgehalten. Dann hat er doch tatsächlich, zwar erst nach nem dicken Hinweis, z.B. die Spülmaschine laufen lassen und mal ein paar Spielsachen weggeräumt. Hört sich wenig und eigentlich selbstverständlich an - für mich war dies ein echter Fortschritt.
Sogar die Aktion meines Schwiegermonsters wollte ich vergessen. Sie war an Heiligabend bei uns - nach ewiger Diskussion mit Männe, der sie unbedingt dabei haben wollte. Auch wollte er das traditionelle Essen, das es bei ihnen seit 40 Jahren gibt und das ich jetzt nicht unbedingt bevorzugt hätte: Schlesische Weißwürste mit Kartoffelbrei und Sauerkraut. War mir auch nicht sicher, ob Knuppi das mag.
Naja, wir haben es dann alles so gemacht, wie der werte Herr und seine Frau Mama das wollten und es war dann doch noch einigermaßen angenehmen, obwohl Knuppi am Tag wieder kaum geschlafen hatte und dementsprechend schlecht gelaunt war. Nach einem späten Schläfchen war dann Bescherung und Knuppi hatte mit seinem Schaukelpferd, der Stapelburg und den Tut Tut Babyflitzern viel Spaß.
Am 26.12. waren wir dann bei Männes Schwester und deren Mann zum Kaffee eingeladen. Es fing schon damit an, dass seine Mutter - die natürlich auch da war - schon direkt nach dem wir durch die Eingangstür waren, auf mich zugestürmt ist und mir Knuppi aus dem Arm reißen wollte. Ich war total perplex und hab  mich erstmal von ihr weggedreht. Sie mir hinterher und hat ihn mir dann quasi entrissen und wollte ihm die Jacke ausziehen. Beim Abschied und dem wieder anziehen dann das Gleiche. Hab erst am folgenden Tag, als Männe mal wieder sagte, seine Mutter könne ja mal zu uns kommen und auf Knuppi aufpassen, sei aber leider leider gerade auf Verwandtenbesuch, erwähnt, wie unverschämt ich das fand.
Das hat Männe wohl so beschäftigt, dass er heute Nacht einen Traum von seinem ehemaligen Chef hatte, der ihn immer per Handschlag begrüßt hat. - Keine Ahnung, wo da der Zusammenhang zu mir sein sollte, aber Männe meinte dann, dass ich ja, als er früh morgens, ohne mich darüber zu informieren, geschäftlichen Besuch bei uns in der Wohnung hatte, zu den Leute hätte hingehen müssen, sie begrüße usw. Seh ich ein, würd ich eigentlich auch so machen, aber nicht, wenn ich noch nicht im Bad war und noch nicht angezogen bin. Ich Schlafdress empfange ich sicher niemanden!
Hach ja, nun hat er es scheinbar nicht verkraftet, dass ich was gegen seine heilige Mutter gesagt habe und warf ein, dass ich ihn an meiner Mutters Beerdigung einfach hätte stehen lassen und er ja keinen kannte dort und sich mit wildfremden Leute unterhielt... ??? Auch hier verstehe ich den Zusammenhang nicht wirklich und - ich hatte da wohl auch Besseres zu tun, als ihm alle Leute persönlich vorzustellen und mich nett zu unterhalten...! Daran, dass ich "einfach stehen" ließ, kann ich mich gar nicht mehr erinnern.
Naja, wie gesagt, eigentlich wollte ich mal was Schönes schreiben, scheint aber nie lange anzuhalten, wenn mal was nicht ganz so schlecht läuft. Ich zweifle immer noch, ob das alles so wirklich noch weiter gehen kann. Wär ja schade für Knuppi, wenn er seinen Papa nur noch 1-2x im Monat sehen würde. Darauf liefe es bei einer Trennung unsererseits wohl hinaus. Dann hätte Männe ja auch die Wochenenden wieder völlig frei zum Arbeiten.

Montag, 15. Oktober 2012

Treffen mit anderen hier aus der Gegend

Gestern war ich mit Knuppi bei einer Person, die ich aus einem Babyforum kenne. Wir wollten ein Treffen von Leuten hier aus der Gegend machen, damit man sich auch so mal kennen lernen kann. Aus den vielen Anfragen und geplanten Zusagen wurden dann schlussendlich nur noch vier Leute, die an diesem konkreten Termin Zeit hatten. Wir trafen uns dann jedoch nur zu dritt, weil Eine dann kurzfristig krank geworden ist. Find ich in kleinem Kreis auch viel angenehmer, muss ich sagen.

Alles in allem war es ein schöner Nachmittag. Wir haben U. mit ihrem großen Sohn J. (3)und den beiden Zwillis J. und L. (6 Monate) besucht und waren schon vor A. mit ihrem Mann und der Tochter E. (8 Monate) dort. Knuppi ist begeistert auf der großen Decke im Wohnzimmer herumgekrabbelt, auf der total viel Spielzeug lag. Er hat sich ne Rassel geschnappt und war erstmal zufrieden. Als es dann Kuchen gab, hat er kurz vorher entdeckt, dass die zwei Treppenstufen unheimlich interessant sind und ist ständig dort hinaufgeklettert. Treppen kennt er bisher nicht und mich hat es schon etwas gewundert, wie schnell er es raus hatte, dort hoch zu kommen. Bin dann also ständig zu ihm hin und habe ihn wieder runter zu uns geholt und aufgepasst, dass er nicht fällt. Leider war ich einmal zu langsam und er ist die erste Stufe mit dem Gesicht voran nach unten gefallen. Zum Glück so halb auf die Puzzlematte. Geweint hat er aber trotzdem. U.s Mann hat uns dann auch gleich Arnica Globuli gegeben, die Knuppi dann auch gerne genommen hat und es war dann auch gleich darauf auch wieder gut und alles vergessen. Dann ging es wieder die ganze Zeit die Treppe rauf.
Kuchenessen und mich mit den anderen unterhalten war somit leider nicht wirklich drin. Schade! Was mich aber doch teilweise sehr traurig hat werden lassen, ist das Verhalten der beiden Väter gegenüber ihrer Familie. Die beiden haben sich ungefragt und ganz selbstverständlich zu den Kindern auf den Boden gesetzt, haben mit ihnen gespielt, sie zu sich genommen, sich mit ihnen beschäftigt, gewickelt und U.´s Mann hat auch ganz selbstverständlich die Zwillis gefüttert und ist mit den drei Kindern raus in den Regen spazieren gegangen.
Sonst hab ich mich ja bisher immer nur mit anderen Müttern ohne die Väter getroffen. Wenn ich das so sehen muss, wie toll das alles sein kann und wie wenig davon bei uns doch vorhanden ist, hab ich gleich schon wieder Tränen in den Augen. Ich finde es so schade für Knuppi, dass er kaum was von seinem Vater hat!
Interessant zu sehen war es, wie unterschiedlich weit in ihrer Entwicklung Knuppi und E. (10 Tage jünger) sind. E. konnte nur rückwärts auf dem Bauch rutschen, nicht sitzen, krabbeln oder stehen, was Knuppi alles schon kann. Hätt ich nicht gedacht, dass die Unterschiede so groß sein können...

Freitag, 12. Oktober 2012

Krabbelgruppe und S-Bahn


Heute waren wir das erste Mal in der Krabbelgruppe in der Nachbarstadt. Hab hier bei uns nur ne Gruppe gefunden, die sich zur gleichen Zeit trifft, wie unsere Spielgruppe und mir von daher dann das Angebot in der Nachbarstadt angeschaut.
Leider hab ich von heute bis Samstag kein Auto (samt Kindersitz), da ich es meiner Schwester geliehen habe, deren Auto gerade kaputt ist. Daher hat Knuppi heute seine erste S-Bahn-Fahrt gehabt.
Der Treff ging um 9:30 Uhr los und wir mussten eine Station, also nur drei Minuten, fahren. Ich bin dann mit dem müden Knuppi, der heute schon seit 5 Uhr wach war, zum Bahnhof gelaufen. Ohne Kindersitz hätte Männe uns ja auch nicht fahren können.
Knuppi ist, kaum waren wir in der S-Bahn, dann auch eingeschlafen. Wir waren ja auch schon seit 5 Uhr wach. Nachdem ich dann noch etwa 20 Minuten mit ihm rumgelaufen bin, kam dann die Leiterin und wir konnten rein ins Warme. Dort hat Knuppi auch noch ein paar Minuten weitergeschlafen, bis ein Mädchen kam, dass nicht so wirklich leise war. Naja, macht ja nix, Knuppi sollte ja auch was von dem Treff mitkriegen.
Er hat dann, nachdem er sich neugierig und zunächst auch etwas zurückhaltend umgeschaut und die neuen Gesichter betrachtet hat, zufrieden mit bunten Bällen und einem roten Traktor gespielt. Der Obstsalat, der von Freiwilligen gemacht wurde, wurde bei seinem Anblick von ihm ungeduldig gefordert. Er hat dann auch vieles gegessen: Trauben, Äpfel, Orangen und Kiwi. Hoffe, dass er nicht wund wird...!

Freitag, 3. August 2012

Endlich raus!


Nachdem die letzten Tage irgendwie voll der Horror waren, ist es seit gestern endlich wieder besser. Wir hatten ein Kind, das sich am liebsten den ganzen Tag bespaßen lassen wollte, Mama durfte den Raum nicht verlassen und geschlafen wurde auch nicht mehr. Morgens gar nicht, mittags kaum noch und abends erst sehr spät und oft auch erst nach viel Schreierei und nur mit rumtragen (oder alternativ mit wippen auf dem Trampolin). Ich war total platt und konnte nicht mehr.
War schon so weit, an mir und meinem Verhalten Knuppi gegenüber zu zweifeln. Vielleicht haben die vielen Stimmen, die immer behaupten, man müsse ein Baby schreien lassen, damit es "das mal lernt" und man dürfe es nicht den ganzen Tag rumtragen doch recht? Ziehe ich mir hier einen kleinen Tyrannen heran? Ich war echt am Zweifeln!
Nun sieht es so aus, als ob sich das Problem nun erstmal gelöst hat, zumindest ist es massiv entschärft. Hab gestern dann entdeckt, dass unten ein kleines Zähnchen durch ist und das war wohl der Grund für die Strapazen. Schlafen klappt nun wieder sehr viel besser. Abends zumindest. Tagsüber noch nicht so wirklich, was aber vielleicht auch daher kommt, dass das Leben momentan so spannend ist. Knuppi sitzt, spielt schon mal alleine mit Duplosteinen, hat den Vierfüßler entdeckt und fängt an zu robben. Hach, das Baby wird groß... *schwärm*

Freitag, 20. Juli 2012

Knuppis indische Freundinnen


Bei meinem Geburtsvorbereitungskurs Ende letzten Jahres habe ich S. kennen gelernt. Sie kommt aus Indien und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Sie hat ihre zweite Tochter drei Wochen vor Knuppis Geburt bekommen.
Im Rückbildungskurs haben wir uns wiedergetroffen und mit den anderen Ladies immer mal wieder gemeinsame Treffen geplant und arrangiert (auf dem Spielplatz). S. konnte bisher jedoch leider nie dabei sein und so haben Knuppi und ich sie zuhause gestern mal besucht.
War echt super. Die Kleine von S. lag zwar mehr auf dem Boden und war mit ihrem Keks beschäftigt, aber die Große (jetzt fast 4 Jahre) war nach anfänglichem zögern und der Feststellung dass Knuppi ja noch kleiner als ihre Schwester ist und noch nichts darf (strampeln wegen der Nachbarn, Bausteine halten usw.) echt total lieb. Sie baute ihm einen Turm, gab ihm Bausteine, umarmte ihn und er durfte ihre funkelnde Krone aufsetzen und auch mal ne Prinzessin sein. ;-)
Ich fand´s total toll, da er übers ganze Gesicht gestrahlt und sich über die Aufmerksamkeit und das Spielzeug sehr gefreut hat. Die Große Tochter hat ihre Mutter heute direkt wieder gefragt, wann wir denn mal wieder zu ihnen kommen. Vielleicht klappt es ja schon nächste Woche?