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Samstag, 27. April 2013

Du bist faul!

Das durfte ich mir vorhin von Männe anhören. Eigentlich wollte ich ja noch ein paar schöne Urlaubserinnerungen hier schreiben, denn es war wirklich total toll und wir haben direkt für nächstes Jahr schon reserviert. Aber Männe bringt hier einen Hammer nach dem nächsten, so dass ich mal wieder nicht alles schaffe, aufzuschreiben.

Männe behauptete, dass ich ja nichts tun würde und faul sei. Er würde ja alles machen - einkaufen z.B. Das sieht dann so aus, dass er immer dann, wenn er genau weiß, dass ich neben Knuppis Bett sitze und sein Händchen halte, während er eine Stunde lang versucht einzuschlafen, anruft, mit der Frage, was er denn einkaufen solle. Jeden Abend. Anstatt dass er sich mal überlegt, was er essen will oder was leer geworden ist oder vielleicht auch mal ne Einkaufsliste mitnimmt, die ich am Kühlschrank hängen habe und immer draufschreibe, wenn was leer wird... Nee, jeden Abend der Anruf. Und dann  geht er einkaufen - und kauft meist dann wieder total viel unnützes Zeug, das im Kühlschrank rumgammelt und dann im Müll landet, weil es keiner isst. Ich hab mal ne Zeit lang versucht, alles irgendwie zu verbrauchen, weil ich es nicht leiden kann, wenn Nahrungsmittel weggeworfen werden. Das hab ich mir aber abgewöhnt, weil ich nicht sein Müllschlucker sein will und auch gerne mal was essen mag, was MIR schmeckt.
Wie auch immer. Weil ich nicht eingesehen habe, seine sich über den Urlaub angesammelte Wäsche zu waschen (der Herr kann auch mal selbst die Waschmaschine bedienen!) und ihm ja auch schon länger nichts mehr koche, weil er immer nur rumgemeckert hat (selbst wenn es richtig bombastisch geschmeckt hat!), wird behauptet, ich sei faul.
Das sieht er jedoch falsch - ich unterstütze lediglich sein Verhalten nicht mehr.  Weiterhin sagt er nun, ich würde lügen, da er erfahren hat, dass ich mich auch mal mit anderen über ihn und sein Verhalten als "Familienvater" unterhalte. Natürlich beschönige ich da nichts und er kommt - logischerweise - da nicht so gut weg. Kann er sich ja auch denken. Wenn ich dann sage, dass er sich zuhause nicht einbringt und mich in keinster Weise unterstützt (ich durfte z.B. trotz mehrfacher Nachfrage in den letzten 15 Monaten kein einziges Mal ausschlafen), ist das natürlich gelogen. - Er macht ja schließlich ALLES und ich NICHTS! - Und außerdem müsste ich IHN ja unterstützen!
Ich hab echt kein Bock mehr auf den Typ. Jetzt reichts einfach. Nicht nur, dass ich total am Ende bin (daher wohl die regelmäßigen Schwindelanfälle, zu denen er nur sagt, dass ich mehr Fleisch essen soll!!!?), nun muss ich mir schon anhören ich würde ja gar nichts machen und wäre faul.
Hab heute Morgen schon die Wohnungsanzeigen gelesen, aber hier in der Gegend ist es echt teuer und ich weiß bisher weder, wie hoch der Unterhalt ist, den er zahlen muss (er rückt seinen Einkommensteuerbescheid nicht raus), noch wie hoch mein Halbtagslohn sein wird, wenn ich ab Februar wieder arbeiten gehe. Das Gespräch dazu habe ich erst demnächst.
Und ich hatte mich schon total gefreut, einen Krabbelstubenplatz für Knuppi zu haben und arbeiten gehen zu können. Den Platz kann wohl wahrscheinlich jemand anders haben - ich kann mir hier ja keine Wohnung leisten. Und den Job kann ich dann wohl auch vergessen...
Scheint wohl doch was dran zu sein, dass Kinder in Deutschland das Armutsrisiko Nr. 1 sind.

Donnerstag, 28. März 2013

Und weiter geht´s???

Ich weiß eigentlich schon gar nicht mehr, was heute Morgen schon wieder der Auslöser war. Ich habe relativ gut geschlafen, Knuppi um 5 Uhr zu uns ins Bett geholt und wurde von Männe um 8 Uhr geweckt, ob ich mit frühstücken will. So weit so gut.

Dann war es wieder soweit. Er meckerte rum, weil ich an Ostermontag gerne zu meiner Oma würde, die uns eingeladen hat. Eigentlich wollte er da mit Knuppi zu seiner Mutter. Da ist er ja aber eh jede Woche und er könnte da genauso gut am Freitag oder Samstag hin. Will er aber nicht - ist ja schließlich Ostern. Äh, ja, genau deshalb hat meine Oma uns ja auch eingeladen, damit sie ihre Urenkel mal wieder alle sieht... Das geht eben nur an Feiertagen... Er hockt doch eh nur wieder alleine mit seiner Mutti rum. Seine Familie kommt ja nicht.
Wie auch immer, er hätte gern, dass wir unser geplantes Treffen am Montag (meine Schwester mit Tochter, mein Vater und Bruder mit uns) absagen oder bei meiner Oma abhalten. - Nur blöd, dass meine Oma weder einen Zoo im Garten noch einen Flughafen besitzt, die wir besuchen wollten...
Naja, wie auch immer.. Männe meinte dann wieder mal, dass er mir dann hilft, ne eigene Wohnung zu finden. - Wie jetzt? Gestern wollte er noch ne gemeinsame Wohnung kaufen und heute...?
Er meinte dann noch, dass ich hier ja alles vernachlässige, weil es hier so chaotisch aussieht und ich heute es dann nicht mehr geschafft habe, mit unserem Hund Gassi zu gehen, bevor wir zur Krabbelgruppe fahren. Ja, das hab ich ihm schon vor nem halben Jahr gesagt, dass ich nicht mehr kann und es einfach nicht mehr alleine schaffe. Deshalb wollte ich ja auch die Therapie mit ihm machen. Er versteht es einfach nicht. Er ist selbständig, kann sich seine Zeit einteilen und ist nicht mal bereit, sich Zeit für seine Familie (ausgenommen, seine Mutti) zu nehmen und mit anzupacken.
Andere Männer tun ALLES, um ihren Partnerinnen zu helfen, dafür zu sorgen, dass sie glücklich sind und alles funktioniert. Was macht er? Gestern Abend, ich stand gerade am Wickeltisch und machte Knuppi bettfertig, kam er doch tatsächlich schon um 19 Uhr nach Hause. Knuppi war natürlich froh, dass er da ist und sagte die ganze Zeit nur "Papa, Papa, Papa,...". Also war mir klar, dass das mit Schlafen nun erstmal nichts wird und fragte Männe, ob er denn noch ne Weile mit seinem Sohn spielen würde, was dieser zu meinem großen Erstaunen bejahte! Ich bin dann also in die Küche, hab dort aufgeräumt usw. also Knuppi, wie immer, ständig zu mir kam und mich an der Hand mit irgendwohin ziehen wollte. Hab Männe dann mehrfach gefragt, ob er sich denn nicht mal um ihn kümmern wolle... doch dieser saß lieber Zeitunglesend auf der Couch und meinte nur, dass er ja mit ihm redet...!
Ich bin echt erschüttert, wie weit es mit diesem Mann gekommen ist. Er kümmert sich nicht um mich, nicht um seinen Sohn und um unsere Familie erst recht nicht. Er kümmert sich einzig und allein um seine Mutti, die er regelmäßig besucht und ständig anruft. Ich weiß echt nicht, wie das weitergehen kann...

Sonntag, 10. März 2013

Enttäuschungen #5

Heute hat mir Männe eröffnet, dass er das Grundstück, das er kaufen wollte, doch nicht genommen hat. Den Notartermin hat er abgesagt.
Ja, was soll ich dazu sagen? Einerseits habe ich ihm von Anfang an gesagt, dass er es eh nicht kauft. Hat sich ja nun bewahrheitet und ist nicht das erste Mal, dass er eigentlich was wollte, sich nach ewigem hin und her entschlossen hat und es in letzter Sekunde dann doch nicht macht.
Für mich war dieses Grundstück eine Art Licht am Horizont. Zuerst wollte ich das Grundstück nicht und war dagegen. Mir ist eine vielbefahrene Straße mit ihrem unausweichlichen Lärm zu nah. Da hätt ich dann auch  kein gutes Gefühl, wenn ich Knuppi alleine draußen spielen lasse, wenn er älter ist. Ist zwar ansonsten super gelegen, der Kindergarten gerade mal 150 Schritte entfernt (ich habs gezählt) und auch sonst eher zentral und eben mitten in einem Neubaugebiet.
Hab mich dann aber, als Männe es unbedingt haben wollte, damit arrangiert und mich sogar angefangen, darauf zu freuen und mich gedanklich schon mit dem Bau beschäftigt. Ich hätt es eben besser wissen müssen... Ist ja wie schon erwähnt nicht das erste Mal, dass er etwas kaufen will (egal, ob Haus, Wohnung, Grundstück) und es dann, wenn ich dann auch meinen Frieden damit geschlossen habe (und dazu braucht es manchmal etwas länger...) wieder abzusagen.
Das Licht am Horizont deshalb, weil ich dachte, solange wir da immerhin noch ne Gemeinsamkeit haben, ein gemeinsames Ziel, dann können wir an uns arbeiten und bald schon aus unserer Wohnung, die von Anfang an nur ein Kompromiss war und eine Übergangslösung sein sollte, ausziehen... Ich hab der Wohnung damals auch nur zugestimmt, weil ich nach ewiger Suche und ständigem hin und her von Männe (ich will ein Haus, nee, ich nehm doch lieber ne Wohnung, die kann man mieten,..... nee, doch eher kaufen.... ah, ne doch lieber das Haus.... aber dann kaufen.... oder doch mieten...?) einfach keine Nerven mehr auf Wohnungssuche mit 8-Monats-Babybauch hatte. Der Umzug musste dann ja auch noch von Statten gehen und mit so ner Riesenkugel ist das ne wahre Freude...
Tja,  nun ist dieses kleine, spärliche Licht erloschen. Ich bin tiefdeprimiert, hab mich den halben Tag im Badezimmer eingeschlossen und frage mich ernsthaft, wie es weitergehen kann. Für mich heißt die Aufgabe des Grundstücks und somit eines gemeinsamen Ziels, dass er uns aufgegeben hat und wir keine gemeinsame Zukunft haben.
Und dabei war ich gestern noch erfreut darüber, dass er nachts die Spülmaschine eingeräumt und die Arbeitsfläche in der Küche sauber gemacht hat. Er hat sich mal freiwillig mit Knuppi beschäftigt und war einkaufen. Lauter Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten und er dann doch mal gemacht hat, so dass ich Hoffnung hatte, dass unsere Paarberatung fruchtet.
Pustekuchen!

Donnerstag, 28. Februar 2013

Therapie, die erste.


Gestern war unser erster gemeinsamer Termin bei der Paarberatung, weil wir ja irgendwie nur noch streiten. Ich kann nicht mehr weiterhin alles alleine machen und Männe meint, dass er arbeiten geht, wäre genug des Guten. Ich war schon mehrmals kurz davor, mit Knuppi auszuziehen. So als letzten Rettungsanker habe ich dann angeregt, uns doch mal mit jemandem zu unterhalten, der sich von Berufs wegen auskennt, mit solchen Problemen.
Männe war ja letzte Woche schonmal alleine dort. Er hatte den Termin ohne mein Wissen vereinbart und natürlich nicht daran gedacht, dass ich da meinen Nähkurs habe, auf den ich so lange gewartet habe. Also war er erstmal alleine dort. Was er dort besprochen hat, hab ich zwar gefragt, aber er sagte nicht wirklich was dazu, außer, dass er schonmal geschildert hat, wie es so läuft, bei uns. Heißt also, er hat dem armen Mann die Ohren vollgejammert, wie schlimm ich doch bin und wie arm er doch dran ist, dass ich aber auch keine Lust habe, mich nachts, wenn er so gegen 22.30 Uhr von der Arbeit heimkommt, in die Küche zu stellen und ihn noch zu bekochen. Also nee, wirklich, was hat der Mann aber auch ein schlechtes Leben mit mir!
Gestern war ich dann also auch dabei. War ja etwas unsicher, was mich da erwarten würde. Ist ja auch ein Mann, ob der wirklich unparteiisch ist? Nachdem wir uns kurz bekannt gemacht haben, ging es dann los mit unseren Wünschen, warum wir da sind und was wir uns erhoffen. Dann wurde ich auch schon positiv überrascht.
Männe hatte sich einen kleinen Zettel geschrieben, was er alles sagen will und fing an, vorzutragen. Er wurde dann aber beim zweiten Punkt schon unterbrochen, weil der Therapeut alles langsam und Stück für Stück angehen und aufdröseln will.
Wir waren dann auch ganz schnell beim Thema, als ich gefragt wurde, warum ich da bin und was ich mir erhoffe. Natürlich, dass ich eben etwas Unterstützung von Männe kriege und wir vielleicht mal irgendwann auch ein Familienleben haben - am Besten natürlich ohne seine Mutter.
Männe fiel dann ein, dass er ja auch schonmal die Spülmaschine eingeräumt hat. Und der Therapeut fragte ihn dann, ob er dafür Standing Ovations erhalten hat. So richtig schön ironisch, so dass ich (ob Männe auch, kann ich nicht sagen) merkte, dass das wohl ne Selbstverständlichkeit ist, die man erwarten kann.
Es ging dann so weiter, dass im Laufe des Gesprächs der Therapeut sagte, dass Männe Zeit mit und/mir verbringen müsse, wenn er seine Familie nicht verlieren will. Ja, sehe ich genauso, schließlich haben wir als Familie noch gar nichts gemeinsam gemacht. Schwimmen, auf den Spielplatz, Tierpark, Zoo usw.. war ich bisher immer allein mit Knuppi...
Alles in allem, fand ich es besser als erwartet und hoffe, dass Männe sich vom Familienbild von vor 200 Jahren, wie der Therapeut es nennt, verabschieden kann und sich dann doch mal an unserem Leben beteiligt und nicht nur  "der Ernährer" ist, den man nur kurz zum Frühstück mal sieht und der noch nicht mal am Wochenende Zeit hat.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und bin doch wieder etwas hoffnungsvoll.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Gehts auch mal ohne Frau Mama?

Nachdem ich ja nun länger keine Zeit mehr zum Schreiben hatte, wollte ich eigentlich mal was Positives schreiben. Männe war etwas krank und hat sich hier im Haus wieder sehr zurückgehalten. Dann hat er doch tatsächlich, zwar erst nach nem dicken Hinweis, z.B. die Spülmaschine laufen lassen und mal ein paar Spielsachen weggeräumt. Hört sich wenig und eigentlich selbstverständlich an - für mich war dies ein echter Fortschritt.
Sogar die Aktion meines Schwiegermonsters wollte ich vergessen. Sie war an Heiligabend bei uns - nach ewiger Diskussion mit Männe, der sie unbedingt dabei haben wollte. Auch wollte er das traditionelle Essen, das es bei ihnen seit 40 Jahren gibt und das ich jetzt nicht unbedingt bevorzugt hätte: Schlesische Weißwürste mit Kartoffelbrei und Sauerkraut. War mir auch nicht sicher, ob Knuppi das mag.
Naja, wir haben es dann alles so gemacht, wie der werte Herr und seine Frau Mama das wollten und es war dann doch noch einigermaßen angenehmen, obwohl Knuppi am Tag wieder kaum geschlafen hatte und dementsprechend schlecht gelaunt war. Nach einem späten Schläfchen war dann Bescherung und Knuppi hatte mit seinem Schaukelpferd, der Stapelburg und den Tut Tut Babyflitzern viel Spaß.
Am 26.12. waren wir dann bei Männes Schwester und deren Mann zum Kaffee eingeladen. Es fing schon damit an, dass seine Mutter - die natürlich auch da war - schon direkt nach dem wir durch die Eingangstür waren, auf mich zugestürmt ist und mir Knuppi aus dem Arm reißen wollte. Ich war total perplex und hab  mich erstmal von ihr weggedreht. Sie mir hinterher und hat ihn mir dann quasi entrissen und wollte ihm die Jacke ausziehen. Beim Abschied und dem wieder anziehen dann das Gleiche. Hab erst am folgenden Tag, als Männe mal wieder sagte, seine Mutter könne ja mal zu uns kommen und auf Knuppi aufpassen, sei aber leider leider gerade auf Verwandtenbesuch, erwähnt, wie unverschämt ich das fand.
Das hat Männe wohl so beschäftigt, dass er heute Nacht einen Traum von seinem ehemaligen Chef hatte, der ihn immer per Handschlag begrüßt hat. - Keine Ahnung, wo da der Zusammenhang zu mir sein sollte, aber Männe meinte dann, dass ich ja, als er früh morgens, ohne mich darüber zu informieren, geschäftlichen Besuch bei uns in der Wohnung hatte, zu den Leute hätte hingehen müssen, sie begrüße usw. Seh ich ein, würd ich eigentlich auch so machen, aber nicht, wenn ich noch nicht im Bad war und noch nicht angezogen bin. Ich Schlafdress empfange ich sicher niemanden!
Hach ja, nun hat er es scheinbar nicht verkraftet, dass ich was gegen seine heilige Mutter gesagt habe und warf ein, dass ich ihn an meiner Mutters Beerdigung einfach hätte stehen lassen und er ja keinen kannte dort und sich mit wildfremden Leute unterhielt... ??? Auch hier verstehe ich den Zusammenhang nicht wirklich und - ich hatte da wohl auch Besseres zu tun, als ihm alle Leute persönlich vorzustellen und mich nett zu unterhalten...! Daran, dass ich "einfach stehen" ließ, kann ich mich gar nicht mehr erinnern.
Naja, wie gesagt, eigentlich wollte ich mal was Schönes schreiben, scheint aber nie lange anzuhalten, wenn mal was nicht ganz so schlecht läuft. Ich zweifle immer noch, ob das alles so wirklich noch weiter gehen kann. Wär ja schade für Knuppi, wenn er seinen Papa nur noch 1-2x im Monat sehen würde. Darauf liefe es bei einer Trennung unsererseits wohl hinaus. Dann hätte Männe ja auch die Wochenenden wieder völlig frei zum Arbeiten.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Huckepack viel geschafft!

Habe heute mal endlich hier was machen wollen. ich konnte es nicht mehr mit ansehen, wie sich hier an allen Ecken und Enden irgendwas stapelt, was noch erledigt werden muss. Wäsche wartet darauf, gefaltet und eingeräumt zu werden, viele Dinge, die hier nur im Weg sind und eh nicht gebraucht werden, sollten in den Keller, Wäsche musste in die Maschine usw.

Da ich Knuppi momentan nicht alleine lassen kann, weil er dann direkt anfängt zu schreien oder sich über irgendwelche nicht gesicherten Schränke her macht und die ausräumt (oder sich den Wischmopp schnaoppt) und dergleichen, habe ich es dann heute mal wieder mit Tuchtragen auf dem Rücken probiert. Knuppi hat zwar etwas gemuckt, aberich war ganz stolz, dass das Tuch am Popo blieb und er einigermaßen fest eingebunden war. So habe ich dann die Dinge erledigen können und gleichzeitig mal endlich wieder mein Hörbuch weiter gehört. Das will ich nicht, wenn Knuppi irgendwo alleine in der Wohnugn sit und ich ihn dann nicht mehr hören kann.

Bin zufrieden, heute so viel geschafft zu haben!

Freitag, 19. Oktober 2012

Auf dem Rücken - endlich!


Heute habe ich es, wie so oft schon, mal wieder versucht. Da Knuppi mir nur noch am Bein hängt und ich somit kaum noch einen Schritt gehen kann, was Tätigkeiten wie Spülmaschine aus-/einräumen, kochen, putzen, Wäsche machen usw. sehr erschwert bis unmöglich macht, will ich ihn nun endlich im Tuch auf dem Rücken tragen. Auch, weil er mit seinen nun 10 kg doch ein ziemliches Gewicht hat, was vor dem Bauch auf die Dauer einfach unbequem ist.
Mit der emei hab ich ihn ja schon öfter auf dem Rücken gehabt. Die emei ist, entgegen meiner ersten Einschätzung (siehe hier) doch sehr bequem. Man muss nur die richtige Einstellung haben. Dabei hatte mir vor Wochen schon eine Trageberaterin geholfen. Heute hab ich Knuppi dann in der Frl. Hübsch etwa ne Stunde draußen auf dem Rücken gehabt. - Für mich wars ziemlich unbequem. Keine Ahnung, ob ich da noch was optimieren kann, aber die Träger haben mir ziemlich in den Bauch eingeschnitten und der Bauchgurt hat mir das Atmen etwas erschwert... War also noch nicht so optimal... Für Knuppi wars aber scheinbar ok, denn er ist auf dem Rückweg dann doch noch eingeschlafen. Werd Männe mal fragen, ob das bei ihm auch so unbequem ist.
Dann hab ich, aus der guten Stimmung heraus unser kurzes Tuch genommen und ihn dann darin nochmal eingebunden. Dachte erst, das wird wieder nichts, denn Knuppi hat wie immer gezappelt und auch lautstark protestiert. Hab es aber dann doch geschafft, dass das Tuch blieb wo es soll und Knuppi komplett eingebunden. Zwar noch nicht wirklich korrekt, denn ich habe die eine Tuchkante an der Schulter nicht unter  die Tuchbahn gelegt und auch die beiden Tuchstränge nicht eingedreht, aber Knuppi war oben und ich erstmal zufrieden. Klar, dass es so nicht so ganz bequem ist, aber das war mir zunächst nicht so wichtig. Knuppi sollte sich an die neue Position gewöhnen und ich hab die Gelegenheit genutzt und was im Haushalt gemacht, ohne ihn am Bein hängen zu haben.
Hoffe nur, dass das jetzt keine Eintagsfliege war und wir das nun noch öfter hinkriegen. Würde ihn nämlich schon gerne wieder öfter tragen und auf dem Rücken ist das Gewicht einfach besser zu tragen.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Ich kann nicht mehr!

Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de
Eigentlich hatte ich ja vor, mindestens ein Jahr durchzuhalten. So wie es momentan aussieht, wird das wohl aber nichts.

Nach der "Traum"-Geburt dachte ich ja noch, dass Männe sich erstmal einfinden muss und das mit der Zeit schon wird. Er war ja bei der Geburt nicht dabei, weil er in der Nacht zuvor einen Herzinfarkt hatte. Als wir dann endlich, nach 10 Tagen Klinikaufenthalt, weil sich meine Kaiserschnittnarbe (ja, nach über 30 Stunden Wehen hatte ich dann doch noch einen Kaiserschnitt) entzündet hatte, nach Hause durften. Konnte Männe mir mit dem Kleinen nicht helfen, weil er selbst nicht auf dem Damm war. Naja, mir ging es auch nicht grad gut, aber das ist ja egal...
Männe ist dann, als ich mit Knuppi zwei Tage zuhause war, in Reha gegangen und ich stand allein da. In der Klinik sagte man mir, ich könnte eine Haushaltshilfe bei der Krankenkasse beantragen - schließlich sollte ich mich nach der OP ja schonen und auch nichts Schweres heben. Wurde aber abgelehnt. Auch toll ,wenn man wirklich mal Hilfe braucht kriegt man von tollen Sachbearbeitern mit fadenscheinigen Gründen zu hören, man hätte ja keinen Anspruch.
Weil wir zwei Monate vor der Geburt erst umgezogen sind, hab ich hier keine Bekannten, Freunde oder Verwandte (außer meine Schwiemu), die mir mal hätten helfen können. Ich stand also von heute auf morgen mit nem Neugeborenen allein da und musste sehen, wie ich trotz schmerzender und entzündeter Wunde (die von der Hebamme immer noch behandelt wurde, Antibiotika musste ich ja auch noch einnehmen) alles alleine wuppe. Ich war davon überzeugt, dass es besser werden würde, wenn Männe aus der Reha zurück war.
Pustekuchen! Der arme Mann war ja noch so geschwächt. Er ist sogar aus unserem Schlafzimmer ausgezogen, weil Knuppi nunmal nachts auch wach wurde... Wochen später irgendwann ist er dann zumindest ins Schlafzimmer zurück gekommen, nachdem wir ellenlange Diskussionen darüber hatten, dass Knuppi weiterhin im Schlafzimmer bei uns schläft - was ja beim nächtlichen Stillen für mich viel unkomplizierter ist.
Irgendwann fragte ich Männe dann mal, ob er mir nicht mal etwas helfen könnte. Windeln wechseln z.B., Knuppi durch die Wohnung tragen und beruhigen, mit dem Hund rausgehen... und der Haushalt macht sich ja auch nicht allein. Seine Antwort war nur, dass ich ja zuhause bin und derjenige, der zuhause ist, hat das zu machen. Er wollte mir also nicht helfen!
Nach dieser horrormäßigen Geburt, dem absolut kräftezehrenden Wochenbett hatte ich nun weiterhin keinen, der mir mal eine Auszeit gönnt und dafür sorgt, dass ich mal wieder durchatmen kann. Meine Schwester kam anfänglich regelmäßig zum saubermachen bei mir, weil ich da überhaupt nicht dazu gekommen bin. Meine Schwiemu kam in der Zeit der Reha meines Freundes ein- bis zweimal die Woche und hat was für mich eingekauft. Das war schonmal echt toll und auch sehr hilfreich. Doch jeder, der Kinder hat weiß, dass dies leider bei weitem nicht ausreicht.
Wie auch immer, Männe hat in diesem halben Jahr, in dem Knuppi nun da ist, wenns hoch kommt vielleicht 15 Mal (eher noch nur 10 Mal) seine Windeln gewechselt. Stattdessen ist er großartig darin, hier überall ein unglaubliches Chaos zu hinterlassen. Das fängt damit an, dass Schranktüren und Schubladen, die geöffnet werden, nicht wieder geschlossen werden, leere Verpackungen werden  nicht in den Müll gebracht, sondern in den Schränken usw. liegen gelassen, er verteilt überall seine kleinen Papierfetzen seiner Aufkleber, die er beruflich braucht und in den Hosentaschen hat, in der Wohnung, er lässt seine Sachen (sei es am Frühstückstisch, beim Abendessen oder nach dem Fernsehen, wo er in einer Tour isst und sich ständig neues Zeug aus der Küche holt) einfach stehen und liegen. Ich kann schon froh sein, wenn er Teller und Besteck mal in die Küche bringt. Wobei er es dann aber nicht in die Spülmaschine räumt, sondern oben ins Spülbecken stellt. Wenn er gekocht hat, was er oft nach der Arbeit so ab 21-22 Uhr noch macht, lässt er ebenfalls alles was er benutzt hat und sämtliche Verpackungen einfach an Ort und Stelle - wozu auch aufräumen? Stört doch keinen, das Chaos...!?
Er sagt immer, er ist ja selbständig und da hat er mehr zu tun als kleine Arbeiter, die pünktlich Feierabend machen können und dann für die Familie da sind. Naja, ich denke, man kann es trotzdem einrichten, dass man sich nicht wie in einer WG sondern in einer Familie fühlt. Ich denk mir nur, er wollte ja unbedingt ein Kind (ich auch, klar, aber von ihm ging die Initiative aus, das ging auch schon soweit, dass er fast schon genervt hat, wann wir endlich loslegen, weil ich nicht sofort Gewehr bei Fuß stand) und kann sich dann nicht mal am Wochenende Zeit nehmen, oder da er ja schon selbständig ist, wie er immer betont, mal nen Tag frei machen? Geht alles nicht, wenn man ihn fragt. Und dabei geht es noch nicht mal ums Geld...
Wir sehen uns kurz morgens beim Frühstück. Er isst schonmal, während ich noch Knuppi wickele, anziehe und für den Tag fertig mache. Wenn wir dann in die Küche kommen, hat er auch schon seinen Laptop an und arbeitet beim Frühstücken. Dann wird, aber nur weil ich es ihm inzwischen jedes Mal ankreide, sein Teller, Besteck und das was er gegessen hat, weggeräumt. Meine Sachen lässt er schön stehen.
Mittags ist er nicht da, er isst immer auswärts und abends muss er ständig in irgendwelchen Läden rumrennen und einkaufen. -Wobei unser Vorratsschrank, die beiden (!) Kühlschränke und die beiden Gefrierschränke aus allen Nähten platzen, rennt er ständig hin und kauft irgendwas ohne Sinn und Verstand, von dem das Meiste dann früher oder später doch im Müll landet. Wär ja schön, wenn ich Zeit hätte, mal richtig zu essen. Ich bin seit nem halben Jahr nicht mehr so richtig satt geworden, weil Knuppi mich höchstens mal schnell was runterschlingen lässt.
Heißt also abends sehen wir uns entweder auch nicht, weil ich schon todmüde im Bett liege, wenn er dann irgendwann nachhause kommt, oder ich bin so geschafft, dass ich trotzdem kaum dazu in der Lage bin, mich auf ihn einzustellen. - Und dann fängt er an zu kochen und ich darf am nächsten Morgen erstmal alles wieder wegräumen und saubermachen.
Wie gesagt, ich hatte eigentlich vor, das mindestens ein Jahr durchzuhalten. Sieht aber momentan nicht so aus, als ob ich das schaffe. Schade für Knuppi, eigentlich. Aber andererseits denke ich dann wieder, besser jetzt die Trennung, als dass es später so läuft, dass Knuppi sich daran erinnern kann.
Ich hätt mir halt gern mal etwas Unterstützung gewünscht und immer wenn ich das anspreche (z.B. abends, wenn er mal wieder an seinem PC sitzt und noch arbeitet) kommt dann nur, dass er ja noch zu tun hat. Also muss ich wieder alles allein machen und mich um Knuppi kümmern, wenn er schreit.
Ich weißeinfach nicht mehr, was ich noch alles machen soll. Auf jeden Fall kann ich nicht mehr. Hab die letzten Tage nur noch Kopfschmerzen (was meiner Meinung nach aber nicht am Wetter liegt) und heute den ultimativen Zusammenbruch, weil Knuppi wieder nur geschrien hat. Ich kann einfach nicht mehr. Tut mir leid für Knuppi, wenn ich ihn anschreie, aber momentan geht es einfach nicht mehr. Irgendwann ist mein Akku einfach leer - und was dann passiert, mag ich mir gar nicht erst vorstellen...

Mittwoch, 27. Juni 2012

Hab jetzt ne Putzfrau!

Alexandra H. / pixelio.de
Hatte ja hier schon mal davon berichtet, dass ich gern ne Putzhilfe hätte, da das mit Kind, Hund, chaotischem Mann und 4-Z-Haushalt einfach auf Dauer zu viel ist. Daher hab ich im Internet ne Anzeige geschaltet  und es kamen auch viele Bewerbungen. Hätte die freie Wahl, beim Stundenlohn war so ziemlich alles vertreten. So auch ein Männeken, der sich von 1-3 Euro die Stunde anbietet (laut Männe putzt der doch sicher nackt!) und ne professionelle Reinigungsfirma, die 30-50 Euro die Stunde nimmt. Auch bei den Nationalitäten war einiges dabei, aber von den vielen Bewerbern hat mich keiner so richtig angesprochen. Schließlich soll die Person in mein Heim, in mein Zuhause kommen und da lass ich nicht gern jeden rein. Mein Bauchgefühl war also bei niemandem wirklich überzeugend und ich wollte fast schon aufgeben.

Hab dann heute von einer Bekannten, die ich aus dem Geburtsvorbereitungskurs hier im Ort kenne und jetzt auch beim Rückbildungskurs wieder getroffen habe, einen Anruf erhalten. Nachdem wir uns etwas unterhielten fragte sie, ob ich eine Putzhilfe suche, sie hätte das im Internet gesehen und würde gerne wissen, ob ich schon jemanden gefunden habe. Da war ich aber platt! Wie klein die Welt doch ist. Hab ihr erklärt, dass ich immer noch auf der Suche bin und wir einigten uns darauf, dass sie mich noch heute besucht, sich die Wohnung ansieht und wir alles besprechen.  
Ja, nun hab ich also ne Putzfrau. Sie wird erst mal 2x die Woche für ca. 2 Stunden da sein. Mal sehen, ob sich das so einpendelt, oder ob es, wenn mal ein gewisser Stand erreicht ist, auch 1x die Woche reicht. Ich bin schon sehr gespannt, wie das mit ihr klappt.